Vereinsgeschichte

Der Berliner Segler-Verein 1907 e.V., wie er sich heute präsentiert, ist aus der Fusion zweier Berliner Tradionssegelvereine hervorgegangen. Am 9. März 2011 haben der Havel-Club e.V. und der Berliner Segler-Verein e.V. ihre Verschmelzung im Vereinsregister eintragen lassen. Als gemeinsamer Vereinsname wurde der Name Berliner Segler-Verein 1907 e.V. gewählt. Sitz des Vereins wurde das Vereinsgelände des Havel-Club: Am Großen Wannsee 36, 14109 Berlin.

Berliner Segler-Verein 1907 e.V.

Die Gründung dieses Traditionsvereins geht auf das Jahr 1907 zurück. Der Verein hatte seinen Ursprung in Grünau an der Dahme. Durch die Teilung Berlins nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verlor der Verein sein angestammtes Revier und sein Vereinsgelände in Berlin Grünau.

Zum Zeitpunkt der Fusion war der Verein auf wenige Mitglieder geschrumpft, und aus eigener Kraft und ohne Gelände nicht in der Lage zu expandieren.

Havel-Club e.V.

Der Havel-Club e.V. wurde am 15. August 1972 durch eine Gruppe segelbegeisterter Berlinerinnen und Berliner gegründet. Das Vereinsgelände wurde von der Stadt Berlin gepachtet. Im Laufe der Jahre wuchs der Havel-Club e.V auf über 150 Mitglieder, baute eine eigene Steganlage, renovierte das Vereinshaus größtenteils in Eigenleistung, erwarb vereinseigene Boote und engagierte sich in der Kinder- und Jugendarbeit. 

Villa auf dem Vereinsgelände am Grossen Wannsee 36

Das vom englischen Landhausstil beeinflusste neoklassizistisch gehaltene Vereinshaus wurde 1898 von dem Friedenauer Architekten Otto Hoffmann für Major Carl von Reclam errichtet und 1924 an den Berliner Textilkaufmann Eugen Brasch verkauft.1926/27 baute der Berliner Architekt Hermann Muthesius (Architekturtheoretiker der gemässigten Moderne) das Haus zu dem heutigen Landhaus von etwa doppeltem Volumen für die Familie Brasch um. Das denkmalgeschützte Haus gehört zur Villenkolonie Alsen und gilt als Kompromiss zwischen Muthesius´ angestrebter Sachlichkeit und dem Repräsentationswunsch des Eigentümers. Die Villa zählt zu den letzten Entwürfen des  Architekten, der 1927 bei einem Unfall verstarb. Nach dem 2. Weltkrieg erwarb die Stadt Berlin das Grundstück am Großen Wannsee 36; 2011 wurde das Vereinsgelände dann durch den BSV1907 e.V. käuflich erworben.